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Alzheimer Forschung Prävention & Behandlung

Alzheimer Forschung: Aktuelles zu Prävention und Behandlung

Alzheimer Forschung Prävention & Behandlung

Jedes Jahr am 21. September findet der Welt-Alzheimertag (WAT) statt. Alzheimer ist die häufigste Form der Demenz. Weltweit sind rund 55 Millionen Menschen von Demenz betroffen.

Grund genug für uns, einen Blick unter die Lupe zu wagen und zu recherchieren, welche neuen Erkenntnisse es im Bereich Alzheimer Forschung & Wissenschaft gibt. Ein Spoiler vorweg: Die Immunhomöostase spielt sowohl bei der Prävention von Alzheimer als auch bei verschiedenen Behandlungsstrategien eine sehr wichtige Rolle.

Mehr Infos zum Welt-Alzheimertag.

Inhalt

 

Kurzer Überblick: Was ist Alzheimer?

Die Alzheimer-Krankheit wird auch als Alzheimer-Demenz oder Morbus Alzheimer bezeichnet. Es handelt sich um eine bisher unheilbare Erkrankung des Gehirns, die mit einem fortschreitenden Verlust der kognitiven Fähigkeiten, der Sprache und verschiedener Fertigkeiten einhergeht.

Ursachen von Alzheimer – Ablagerungen im Gehirn

Die genauen Ursachen und Risikofaktoren der Alzheimer-Krankheit sind noch nicht abschließend geklärt. Die Alzheimer Forschung ist nach wie vor sehr daran interessiert, die Krankheit besser zu verstehen und darauf aufbauend Präventions- und Behandlungsrichtlinien zu entwickeln. Fest steht: Alzheimer führt zu Veränderungen im Gehirn und zum Absterben von Nervenzellen. Mediziner und Forschende gehen davon aus, dass dabei zwei Eiweißablagerungen maßgeblich beteiligt sind.

Symptome und Beschwerden bei Alzheimer

Durch die zytotoxische Wirkung kommt es bei Menschen mit Alzheimer zu folgenden typischen Symptomen, die sich mit der Zeit verstärken können:

  • Gedächtnisprobleme und Vergesslichkeit
  • Konzentrationsprobleme
  • Schwierigkeiten beim Aufnehmen und Verarbeiten neuer Informationen
  • Orientierungsprobleme
  • Wortfindungsstörungen und Schwierigkeiten bei der Kommunikation
  • Veränderungen im Verhalten und der Persönlichkeit
  • Schwierigkeiten bei alltäglichen Aufgaben

Weitere Informationen und erste Anzeichen zu Demenzerkrankungen wie Alzheimer findest Du hier in unserem Beitrag: Erste Anzeichen und Hilfe: Lässt sich Demenz aufhalten?

Aktuelle Zahlen in der Alzheimer Forschung: Damit haben wir es 2024 zu tun – und das sind die Prognosen

In regelmäßigen Abständen veröffentlicht die Deutsche Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) Zahlen und Entwicklungen zu Demenzerkrankungen. So lebten Ende 2023 in Deutschland etwa 1,8 Millionen Menschen mit Demenz, wobei Alzheimer die häufigste Form ist. Schätzungen zufolge sind im vergangenen Jahr rund 445.000 Neuerkrankungen von Menschen, die 65 Jahre und älter waren, hinzugekommen. Die weltweiten Zahlen lagen 2019 nach Angaben der WHO bei ca. 55,2 Millionen Menschen, wobei Europa mit 14,1 Millionen Betroffenen an zweiter Stelle stand.

Alzheimer Forschung: Frauen und Männer

 

Alzheimer Frauen und Männer

 

Länger ging man davon aus, dass vor allem die höhere Lebenserwartung von Frauen dazu führt, dass die Zahlen der weiblichen Betroffenen höher sind. Denn während die Prävalenz bei Menschen zwischen 65 und 69 Jahren noch bei 1,85 Prozent liegt, steigt sie bei der Gruppe der über 90-Jährigen auf mehr als 36 Prozent an. 

Neue Studien zeigen jedoch, dass nicht nur das Alter für die höheren Fallzahlen bei Frauen eine Rolle zu spielen scheint. Mögliche weitere Faktoren seien laut Untersuchungen der Universität Chicago auch in komplexen Interaktionen zwischen weiblichen Hormonen und in Veränderungen der Darmflora zu sehen. Das weibliche Sexualhormon Östrogen reguliert die Mitochondrien und trägt zum Schutz sowie zur besseren Durchblutung der Nervenzellen bei. Es scheint aber auch durch eine Wechselwirkung und Veränderung des Darmmikrobioms das Risiko für die Bildung von Amyloid-Beta-Protein-Klumpen im Gehirn erhöhen zu können.

Wie wichtig der Darm für das Immunsystem und damit für Deine Gesundheit ist, kannst Du hier in unserem Beitrag nachlesen: Wie heile ich meinen Darm?

Der Blick in die Zukunft

Zwar sind Demenz und Alzheimer bislang noch nicht heilbar, sie können aber behandelt werden. Bisherige Ansätze ermöglichen es, den Krankheitsverlauf zu verlangsamen und so die Lebensqualität für die Betroffenen zu erhöhen. Dadurch steigt auch die Lebenserwartung der Patientinnen und Patienten. In Hinblick auf die demografische Entwicklung bedeutet das auch, dass es eine steigende Zahl von Demenz- und Alzheimer-Betroffenen geben wird, die die Bedeutung der Alzheimer Forschung noch einmal verstärkt. Bis zum Jahr 2050 könnte es Prognosen der DAlzG zufolge bis zu 2,7 Millionen Menschen im Alter 65+ mit Demenz und Alzheimer in Deutschland geben.   

Neues aus dem Labor – welche neuen Behandlungsmethoden gibt es?

Die Prävention und Behandlung von Alzheimer stehen vor einer speziellen Herausforderung, denn Demenz und Alzheimer verlaufen schrittweise. Das bedeutet auch, dass die typischen Symptome erst dann auf eine Erkrankung hindeuten, wenn bereits Schäden an den Nervenzellen im Gehirn vorliegen. Man geht davon aus, dass Veränderungen schon etwa 20 Jahre oder länger vor den ersten bemerkbaren Symptomen einsetzen können. Da die genauen Ursachen zudem noch nicht vollständig bekannt sind, ist eine gezielte Behandlung oder gar Heilung der Erkrankung noch nicht möglich. Vielfach konzentriert sich die Therapie darauf, die Symptome zu lindern und ein weiteres Voranschreiten der Erkrankung möglichst auszubremsen.

Dennoch macht die Alzheimer Forschung stetig Fortschritte und stellt weiterhin ein großes Feld dar, in dem aktiv Untersuchungen, neue Ansätze und bedeutsame Erkenntnisse vorangetrieben werden. Im Folgenden möchten wir Dir einen Ausschnitt aus den aktuellen Präventions- und Behandlungsmaßnahmen bei Demenz und Alzheimer geben:

1. Gesunder Lebensstil
Immer mehr Annahmen gehen davon aus, dass der eigene Lebensstil einen bedeutenden Einfluss auf das Risiko für Demenz und Alzheimer hat. Zur Prävention der Erkrankung tragen demnach bereits eine gesunde Ernährung, viel Bewegung, soziale Interaktionen, gesunder Schlaf und kognitive sowie motorische Übungen bei.

2. Frühdiagnose mit Biomarkern
Mithilfe von Biomarkern im Blut und Rückenmark könnte eine frühere Diagnose von Demenz und Alzheimer ermöglicht werden. Forschende haben bereits Biomarker identifizieren können. Es ist aber noch unklar, ob es trotz bestehender Marker wirklich zu kognitiven Veränderungen kommen würde. Ob und wann es zu einem Ausbruch von Demenz und Alzheimer kommt, lässt sich nämlich nicht vorhersagen. Daher ist es für die Alzheimer Forschung weiterhin von Bedeutung, herauszufinden und abzuwägen, wann und welche Schritte sinnvoll sind, um Alzheimer vorzubeugen, ohne andere Risiken (z. B. medikamentöse Nebenwirkungen) unnötig zu verstärken.

3. Gentherapie
Auch wird in der Alzheimer Forschung untersucht, ob bestimmte Gene oder Gendefekte Einfluss auf die Entwicklung von Alzheimer nehmen. Unter diesem Betrachtungspunkt wird auch eine mögliche Gentherapie diskutiert, um das Voranschreiten der Krankheit verlangsamen zu können. Erste Studien hierzu wurden bereits unternommen, es sind aber – wie in vielen Bereichen der Alzheimer Forschung – noch weitere Erkenntnisse notwendig, um mögliche sinnvolle Handlungsschritte formulieren zu können.

4. Entzündungsherde (Neuroinflammation)
Ein großer Punkt in der Alzheimer Forschung sind Entzündungen im Gehirn. Solche Prozesse stehen im Verdacht, Zellen und Gewebe nachhaltig zu schädigen und somit zu irreversiblen Veränderungen beizutragen. Bei der Prävention und Behandlung von Alzheimer liegt ein Fokus deshalb auf Ansätzen, die auf die Reduktion von neuroinflammatorischen Mechanismen und Entzündungen im Körper ausgelegt sind – wie die Mikroimmuntherapie.

5. Alzheimer-Medikamente
In einigen Ländern wie den USA sind bereits Antikörper-Wirkstoffe zugelassen. In Europa werden solche Medikamente ebenfalls untersucht, bisherige Medikamente haben aber hierzulande noch keine Zulassung erhalten. Zwar konnten bei einigen Wirkstoffen wünschenswerte Effekte nachgewiesen werden, jedoch sind die potenziellen Risiken (z. B. Nebenwirkungen der Medikamente) für die Europäische Arzneimittelagentur EMA (European Medicines Agency) zu hoch, um die Therapie in dieser Form zuzulassen.

COVID-19 und Alzheimer – gibt es einen Zusammenhang?

Für die Prävention und Behandlung von Demenz und Alzheimer spielen auch Infektionen eine bedeutsame Rolle. Schwere Infektionen können das Risiko für eine Alzheimer-Erkrankung erhöhen – das ist bereits seit Längerem bekannt. Auch bei COVID-Erkrankungen konnten bei einigen Patientinnen und Patienten Veränderungen und Störungen im Bereich des Gehirns festgestellt werden. Zu den typischen Symptomen bei Long COVID zählen unter anderem Gedächtnisstörungen, Vergesslichkeit und Konzentrationsschwierigkeiten – also kognitive Beschwerden. Dies ließ vermuten, dass COVID auch das Risiko für Alzheimer erhöhen kann. Erste Zusammenhänge wurden dabei bereits betrachtet, für verlässliche Aussagen sind jedoch weitere Informationen notwendig.

Fest steht: Infektionen wie auch COVID können das Risiko für Demenz und Alzheimer erhöhen, eine Infektion bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass Demenz oder Alzheimer eintreten muss.

Mehr zum Thema Long COVID findest Du hier: Genesen, aber nicht gesund – die Auswirkungen von Long COVID.

Alzheimer Forschung: Die Immunhomöostase als wichtige Basis

Was hat nun das Immunsystem mit Alzheimer zu tun? Eine ganze Menge. Denn Immunzellen, die den Körper eigentlich effektiv schützen sollen, können bei einer Störung der Immunbalance zu Schäden beitragen – auch im Gehirn. Dadurch können auch Erkrankungen wie Alzheimer begünstigt oder beschleunigt werden.

Das hochkomplexe Gehirn wird unter anderem durch die Blut-Hirn-Schranke geschützt. So wird sichergestellt, dass nur bestimmte Stoffe ins Gehirn gelangen können. Dieser Mechanismus ist jedoch nicht unfehlbar, vor allem dann nicht, wenn bereits an anderen Stellen Schwächen oder Störungen vorliegen. So kann eine immunitäre Dysbalance die Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke erhöhen. Insbesondere das Epstein-Barr-Virus scheint dieses Risiko verstärken zu können. 

Das immunitäre Gleichgewicht (Immunhomöostase) ist somit ein wichtiger Faktor, um neuroinflammatorische Prozesse zu reduzieren und die natürlichen Schutzfunktionen des Körpers aufrechtzuhalten. Daher sollte es bei der Prävention und Behandlung von neurodegenerativen und altersbedingten Erkrankungen unbedingt berücksichtigt werden.

Mikroimmuntherapie – zurück zur gesunden Immunbalance

Genau an diesem Punkt setzt die Mikroimmuntherapie (auch Low-Dose-Immuntherapie) an, denn sie zielt darauf ab, die immunitäre Balance im Körper zu unterstützen oder wiederherzustellen. Sie arbeitet mit Zytokinen, also natürlichen Botenstoffen, die die Kommunikation zwischen den Immunteilnehmer koordinieren. Die Substanzen liegen in niedrigen Dosierungen vor, sodass sie den physiologischen Konzentrationen entsprechen oder sogar darunter liegen. Außerdem wird die Mikroimmuntherapie sequenziell verabreicht, wodurch sie sich an den natürlichen Abläufen orientiert. Das Ziel ist es, diese natürlichen Vorgänge zu unterstützen und wieder in ihre vorgesehene Ausgangslage zu versetzen, ohne aggressiv einzugreifen. Es handelt sich so gesehen um ein nachhaltiges Training des Immunsystems.

Anwendung & Vorteile der Mikroimmuntherapie

Im Falle von Alzheimer ist die Mikroimmuntherapie also darauf ausgerichtet, mögliche entgleiste Entzündungsreaktionen zu verringern und der Ablagerung von Proteinen im Gehirn entgegenzuwirken. Unter anderem soll sie die Funktion der „Fresszellen“ unterstützen, was wiederum die Ansammlung bestimmter Stoffe und die daraus folgenden zytotoxischen Prozesse verringern soll. Des Weiteren sollen jene Prozesse gefördert werden, die beispielsweise die Synapsenbildung positiv beeinflussen.

Es gibt unterschiedliche Formeln bei der Mikroimmuntherapie, die je nach Patientenbefund individuell zusammengestellt werden können. Durch die Feinmodulation sollen nicht nur Entzündungen gemindert werden – die Behandlung soll sich zusätzlich auch auf Bereiche wie depressive Verstimmungen, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen sowie Müdigkeit/Erschöpfung fokussieren. 

Da die Mikroimmuntherapie sehr gut verträglich ist, kann sie mit anderen Alzheimer-Therapien kombiniert werden.

Finde einen Therapeuten: Mikroimmuntherapie-Experten

Um mehr über die Mikroimmuntherapie zu erfahren und individuell beraten zu werden, ist ein Expertengespräch unerlässlich. Mit unserer Online-Suchfunktion findest Du Mikroimmuntherapeuten in Deiner Nähe. Außerdem kannst Du die Spezialsuche verwenden, um direkt nach Experten für bestimmte Themenfelder oder Krankheitsbilder (z. B. Demenz und Alzheimer) zu filtern.  

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Demenz & Alzheimer: Weitere Anlaufstellen für Hilfesuchende

Wenn Du auf der Suche nach weiteren Hilfsangeboten beim Thema Alzheimer bist, schau doch mal auf der Website der DAlzG vorbei. Hier findest Du nützliche Adressen und Ansprechpartner für Menschen mit Demenz-Erkrankungen sowie für deren Angehörige.

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Lässt sich Demenz aufhalten

Erste Anzeichen und Hilfe: Lässt sich Demenz aufhalten?

Lässt sich Demenz aufhaltenKurz nach dem Betreten des Raums zu vergessen, was man eigentlich tun wollte oder beim Einkaufen eines der Lebensmittel nicht mitzunehmen, für das man ursprünglich losgegangen ist – solche Momente sind ganz natürlich und vermutlich jedem schon einmal passiert. Häufen sich die Situationen jedoch, kann auch etwas anderes dahinterstecken. Insbesondere bei älteren Menschen besteht die Sorge, dass hinter der Vergesslichkeit Anzeichen für eine beginnende ➤ Demenz stehen können. Wie lässt sich Demenz erkennen? Was genau passiert bei Demenz im Körper und speziell im Gehirn? Kann man Demenz aufhalten beziehungsweise vorbeugen? Wir zeigen Dir, wie sich die Krankheit äußert, wie sie verläuft und welche Behandlungsmöglichkeiten es bei Demenz gibt. Zudem erklären wir Dir, welche Hilfe die Mikroimmuntherapie bei ➤ neurologischen Erkrankungen wie Demenz bietet.

Was ist Demenz und wer ist betroffen?

Als Demenz wird eine Vielzahl von verschiedenen Erkrankungen zusammengefasst. Die Bezeichnung wird meist synonym für die Alzheimer-Demenz verwendet, die die häufigste Demenzform darstellt. Bei etwa 60 bis 65 Prozent der Demenzerkrankungen liegt eine Alzheimer-Demenz vor, gefolgt von der gefäßbedingten (vaskulären) Demenz mit etwa 20 bis 30 Prozent. Die übrigen Demenzformen treten somit vergleichsweise selten auf. Teilweise können auch Mischformen vorhanden sein.

Wenn man an Demenz denkt, assoziiert man damit vermutlich zuerst den graduellen Verlust von Gedächtnisfähigkeit und Erinnerungsvermögen. Doch Demenz ist mehr als eine reine Gedächtnisstörung. Die Erkrankung, ihre Beschwerden und ihre Symptome verstärken sich mit der Zeit. Daraus folgt für die Betroffenen eine enorme Einschränkung im alltäglichen Leben. Neben dem Gedächtnis sind auch erlernte Fertigkeiten, die Aufmerksamkeit, die Bewegung, die Sprache, das Auffassungsvermögen, die Kontrolle über Gefühle/Emotionen und die Orientierung gestört. Nach und nach verlieren Demenz-Erkrankte die Selbstständigkeit und sind immer stärker auf Hilfe angewiesen. Nicht zuletzt deswegen stellt sich häufig die Frage, ob man Demenz aufhalten kann.
Betroffen von Demenz sind vor allem ältere Personen. Mit dem Alter steigt das Risiko für die Erkrankung. Laut dem ➤ Bundesministerium für Gesundheit sind in der Altersgruppe der 65- bis 70-Jährigen rund drei Prozent an Alzheimer-Demenz erkrankt. Bei den 85-Jährigen ist es bereits statistisch jeder Fünfte, während es ab dem 90. Lebensjahr rund jeder Dritte ist.

Demenz aufhalten: Welche ersten Anzeichen können auf Demenz hindeuten?

Oftmals ist es nicht leicht, Demenz zu erkennen beziehungsweise sie von anderen Erkrankungen zu unterscheiden. Erste Alarmsignale stellen Gedächtnislücken dar, die regelmäßig zu Tage treten. Anfangs ist vor allem das Kurzzeitgedächtnis eingeschränkt, sodass die Patientinnen und Patienten sich nicht mehr an Gespräche oder Handlungen erinnern können, die erst kürzlich stattfanden. Im Verlauf der Erkrankung zeigen sich dann zunehmend Aussetzer im Langzeitgedächtnis. Die Personen erinnern sich nicht mehr an Situationen von früher, über die sie eventuell sonst gern berichtet haben, können sich nicht an Bekannte oder Familienmitglieder erinnern und geraten beim Erzählen aus der Vergangenheit ins Stocken. Auch Informationen zur eigenen Person wie Name, Alter und Wohnort können darunterfallen.

Neben der beeinträchtigten Gedächtnisleistung können auch Unlust und Antriebslosigkeit Anzeichen für eine eintretende Demenz sein. Zudem sollte auf Störungen der Sprache, Wortfindungsstörungen, Orientierungsschwierigkeiten und abnehmende Selbstständigkeit geachtet werden. Sollten derartige Beschwerden auffallen, ist eine ärztliche Rücksprache empfehlenswert, um eine gesicherte Diagnose zu erhalten.

Wie kann ich feststellen, ob es Demenz ist?

Sich an einen Arzt zu wenden oder einen Demenz-Test zu absolvieren, ist nicht besonders angenehm. Für viele ältere Menschen stellt es eine Art Eingeständnis dar, nicht mehr vollständig zurechnungsfähig zu sein, und es besteht die Angst, man könne die Selbstständigkeit verlieren. Dennoch ist es sehr wichtig, bei bestimmten Anzeichen frühzeitig ärztliche Hilfe aufzusuchen. Insbesondere im Frühstadium von Demenz gibt es Möglichkeiten, der Erkrankung aktiv entgegenzusteuern und das Voranschreiten der Demenz aufhalten beziehungsweise verlangsamen zu können.

Im Folgenden haben wir eine kleine Checkliste erstellt, welche Anzeichen für eine beginnende Demenz stehen können und wann es sich demnach anbieten kann, einen Arzt aufzusuchen.

Checkliste Demenz

  1. Kurzzeitgedächtnis: Kommt es häufiger zu Lücken im Kurzzeitgedächtnis? Müssen Gespräche und Informationen wiederholt werden? Werden Dinge verlegt?
  2. Sprache: Fällt es sichtlich schwer, bestimmte Worte zu finden? Geraten Gespräche öfter ins Stocken oder werden sie nicht zu Ende geführt?
  3. Orientierung: Kommt es trotz des gewohnten Umfelds zu Orientierungslosigkeit und Verwirrtheit? Hat die Person große Schwierigkeiten in fremder Umgebung? Bestehen Probleme mit der räumlichen Wahrnehmung?
  4. Charakter: Zeigen sich plötzlich Charakterzüge, die nicht zu der Person passen und völlig neu im Verhalten sind? Treten spontane Stimmungsschwankungen oder Gefühlsausbrüche auf?
  5. Antriebslosigkeit: Kommt es zum Verlust von Motivation oder werden einstige Hobbys sowie Kontakte plötzlich vernachlässigt?
  6. Fähigkeiten: Fallen alltägliche Aufgaben plötzlich schwer und werden nicht mehr erledigt?
  7. Einschätzungsvermögen: Werden potenzielle Gefahrensituationen fehlerhaft eingeschätzt beziehungsweise nicht wahrgenommen?

Sollten sich diese Symptome häufen und über einen längeren Zeitraum bestehen bleiben, ist eine medizinische Abklärung ratsam.

Was passiert bei Demenz im Körper?

Allgemein zusammengefasst kommt es bei einer Alzheimer-Demenz zu Veränderungen im Gehirn, die dazu führen, dass nach und nach Nervenzellen irreversibel geschädigt werden. Dadurch verlieren die Patientinnen und Patienten allmählich ihre Gedächtnisleistung, ihr Erinnerungsvermögen und verlernen auch Fertigkeiten.

Das Gehirn ist ein äußerst komplexes Geflecht aus über 100 Milliarden Nervenzellen (Neuronen), die über sogenannte Synapsen miteinander verbunden sind. Sie tauschen Reize und Informationen miteinander aus. Bei einer Alzheimer-Demenz sind zunächst diese Synapsen betroffen. Doch wie genau kommt es dazu? 

Der Körper bildet ein bestimmtes Eiweiß, das als Beta-Amyloid (Aß) bekannt ist und aus dem Amyloid-Vorläuferprotein entsteht. Im gesunden Gehirn wird dieses Eiweiß problemlos aufgespalten und wieder abgebaut. Bei einer Alzheimer-Demenz ist dieser Abbau jedoch gestört. Die Eiweiße werden nicht wie vorgesehen abgebaut, sondern lagern sich als sogenannte Plaques an und stören die Kommunikation zwischen den Nervenzellen. Ein weiteres wichtiges Protein, das sich bei der Erkrankung ebenfalls durch verschiedene Prozesse verändert und letztendlich an den Nervenzellen anlagert und zu Funktionseinschränkungen führt, ist das Tau-Protein. Im gesunden Zustand ist es für die Stabilität und Nährstoffversorgung von Zellen zuständig.

Die genauen Ursachen für Demenzerkrankungen sind noch nicht abschließend geklärt. ➤ Forschungen haben unter anderem gezeigt, dass hohe Ausschüttungen bestimmter Zytokine zu Entzündungsreaktionen (Inflammation) führen und an der chemischen Veränderung der Proteine beteiligt sein können. Der Auslöser solch einer fehlerhaften Reaktionskette ist vielfach ein gestörtes Immunsystem, das vermehrt Zytokine aussendet und somit zur Neuroinflammation führt. Die Feinmodulation des Immunsystems zurück zur natürlichen Balance ist somit ein wichtiger Teil der Demenz-Therapie.

Kann man Demenz aufhalten oder vorbeugen?

Demenz ist nach aktuellem Erkenntnisstand leider nicht heilbar oder vollständig umkehrbar. Die erfolgten Schädigungen an den Nervenstrukturen im Gehirn lassen sich für gewöhnlich nicht wieder reparieren. Da die genauen Ursachen für die Erkrankung noch nicht abschließend geklärt sind, ist auch die Prävention schwierig. Es gibt somit keine zuverlässigen Maßnahmen, um eine Demenz aufhalten zu können, aber es gibt unterschiedliche Ansätze, um die Erkrankung so gut wie möglich zu verlangsamen. Die Therapie bei Demenz besteht aus vielen Einzelmaßnahmen, die an die Person und ihre Lebensumstände individuell angepasst werden.

Hilfe bei Demenz – diese Möglichkeiten gibt es:

  • Gedächtnisleistung fördern: regelmäßige Reize und Training für das Gehirn wie Denkspiele, Knobelaufgaben, Memoryspiele, Geschichten erzählen, Gedichte rezitieren u. v. m.
  • Musik- und Kunsttherapie
  • Bewegungsübungen, Ergo- und Physiotherapie
  • Übungen für Sinnesorgane und Wahrnehmung (z. B. Tastspiele)
  • Medikamentöse Therapie

Das Ziel der Demenz-Therapie ist es, die Gedächtnisleistung zu unterstützen, Fertigkeiten und Fähigkeiten zu trainieren und somit bestmöglich zu erhalten. Nicht zu vernachlässigen ist dabei auch, dass sich die Personen wohlfühlen. Auch das Selbstwertgefühl, die Selbstständigkeit und das Vertrauen in die eigene Person sollen gezielt angesprochen und verbessert werden.

Mikroimmuntherapie: gezielte Immunregulierung bei Demenz

Auch wenn es nach aktuellem Kenntnisstand nicht vollständig möglich ist, Demenz aufhalten zu können, helfen moderne Ansätze dabei, die Lebensqualität von Demenz-Patienten zu steigern und ein möglichst selbstständiges Leben zu fördern. Eine weitere Ergänzung zur Demenz-Therapie ist die Mikroimmuntherapie. Ihr Ziel ist es, die inflammatorischen Prozesse im Körper zu senken und somit aktiv gegen Gewebe- und Zellschädigungen sowie gegen Plaque-Ablagerungen im Gehirn vorzugehen.

Verlauf von Demenz

Die Mikroimmuntherapie ist eine Low-Dose-Immuntherapie. Das bedeutet, dass die enthaltenen Substanzen in sehr geringen Konzentrationen (low dose und ultra-low dose) vorliegen. Es handelt sich um natürliche Substanzen, die der Körper kennt und selbst nutzt: Zytokine. Als Immunbotenstoffe kommen Zytokine wichtige Aufgaben zu, so beispielsweise die Informationsübertragungen bei einer Immunreaktion. Sie sorgen somit dafür, dass eine gezielte Abwehrreaktion erfolgt und potenzielle Krankheitserreger unschädlich gemacht werden können.

Bei einer Demenz-Erkrankung besteht das Ziel der Mikroimmuntherapie darin, die Aktivität der Zytokine zu hemmen, die für die Bildung der Plaques im Gehirn verantwortlich sind. Die sanfte Regulierung trägt damit auch zur Plaque-Beseitigung bei und verlangsamt das Fortschreiten der Demenz-Erkrankung. Die generelle Unterstützung des Immunsystems wirkt sich ebenfalls positiv auf die allgemeine Gesundheit aus und trägt dazu bei, dass die Anfälligkeit für unterschiedliche Erkrankungen möglichst gering gehalten wird.

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In unserem Blog findest Du neben diesem Artikel noch weitere interessante Beiträge zu den Themen Demenz und Gesundheit im Alter. Einige Newsartikel, die Du lesen kannst, haben wir Dir hier verlinkt. Zudem findest Du nachstehend einen medizinischen Beitrag von Dr. med. Petra Blum sowie den Link zur Patientenbroschüre „Mikroimmuntherapie & Well-Aging“:

Mikroimmuntherapie bei Demenz – Förderung des neuroimmunologischen Gleichgewichtes (Beitrag von Dr. med. Petra Blum)

Nebel im Kopf – wie erkennt man Demenz im Anfangsstadium?

Mikroimmuntherapie: Wirksame Hilfe bei Alzheimer und Demenz

Mikroimmuntherapie & Well-Aging (Patientenbroschüre online und als Download)

 

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Bitte beachte: Die getroffenen Aussagen zu Indikationen und Wirksamkeit beruhen auf den Erfahrungen der praktizierenden Mikroimmuntherapeuten.

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Mikroimmuntherapie bei Alzheimer und Demenz

Mikroimmuntherapie: Wirksame Hilfe bei Alzheimer und Demenz

Mikroimmuntherapie bei Alzheimer und Demenz

Gibt es eine empfehlenswerte Hilfe bei Alzheimer?

Sie ist die Furcht vieler Menschen im Alter: die Demenzerkrankung. Schleichend setzt die Störung beziehungsweise der Verlust der intellektuellen und geistigen Leistungsfähigkeit ein. Für die Betroffenen und Angehörigen kann die Demenz auch relativ plötzlich wirken, wenn die anzeigenden Symptome vorher nicht wahrgenommen wurden. Zudem gibt es Demenzformen, die sehr plötzlich und sprunghaft einsetzen. Die Demenz verändert viel: Sowohl die Betroffenen als auch deren Angehörige sehen sich in einer neuen Lebenssituation. Während die Demenzerkrankten mit den Symptomen und Beschwerden zu kämpfen haben, stellt die Erkrankung häufig auch für die Partner, Partnerinnen, Kinder und anderen Familienmitglieder eine Herausforderung dar. Oftmals sind es die Lebensgefährt:innen oder Kinder, die sich der Pflege annehmen. Das kann an den Kräften zehren.

Die Demenz ist nach aktuellem Wissensstand nicht heilbar. Sie kann aber mit verschiedenen Behandlungen therapiert werden. Vor allem in frühen Stadien kann eine adäquate medizinische Unterstützung dabei helfen, die Symptome zu mindern und das Voranschreiten der Erkrankung zu verlangsamen. Eine der sanften Methoden ist die Mikroimmuntherapie bei Demenz.

Worin unterscheiden sich Alzheimer und Demenz?

Demenz ist der Oberbegriff verschiedener Erkrankungsformen, die sich auf die Gedächtnisfähigkeiten beziehen. Aus dem Lateinischen übersetzt, bedeutet Demenz so viel wie „weg vom Geist“ oder „ohne Geist“. Zu Beginn leiden die Betroffenen meist unter Vergesslichkeit. Im Laufe der Erkrankung verlieren die Patienten und Patientinnen zunehmen ihre geistigen Fähigkeiten, bis selbst alltägliche Handgriffe verlernt und nahestehende Personen nicht mehr erkannt werden.

Die Alzheimer-Krankheit ist eine Form der Demenzerkrankungen. Schätzungen zufolge stellt sie mit etwa 60 bis 65 Prozent die häufigste Demenzart dar. Das zweithäufigste Auftreten verzeichnet die vaskuläre (gefäßbedingte) Demenz. Die beiden Arten unterscheiden sich vor allem in ihrem Beginn und Verlauf: Während Alzheimer schleichend und schrittweise erfolgt, setzt die vaskuläre Demenz meist schlagartig ein. Letztere steht zudem häufig im Zusammenhang mit Schlaganfällen, Lähmungen und Taubheitsgefühlen.

In der Theorie lassen sich die beiden Formen in verschiedenen Punkten voneinander unterscheiden. In der Realität sieht das meist anders aus: Dort treten gehäuft auch Mischformen der verschiedenen Demenzerkrankungen auf, die sich gegenseitig beeinflussen. Da sich die einzelnen Erkrankungsformen überschneiden können, erschwert das oftmals die Diagnosestellung und die Festlegung der geeigneten Therapie.

Primäre und sekundäre Demenz

Die Demenzerkrankungen können auch in primäre und sekundäre Demenz unterschieden werden. Hierbei stellen die primären Demenzen den Hauptteil der Erkrankungen dar. Sie haben ihren Ursprung im Gehirn. Der Verlust der geistigen Leistungsfähigkeit ist auf neurodegenerative Prozesse zurückzuführen. Vor allem Eiweißablagerungen (sogenannte Plaques) und Entzündungsprozesse im Gehirn führen zu neurotoxischen Reaktionen. Zu der primären Demenz gehören die Alzheimer-Krankheit, die vaskuläre Demenz, die frontotemporale Demenz (Veränderung der Persönlichkeit, des Sozialverhaltens und der Sprache) und die Lewy-Körper-Demenz (optische und akustische Halluzinationen, Ähnlichkeit zur Parkinson-Krankheit).

Seltener sind es Ursachen wie Alkoholmissbrauch, Schilddrüsenerkrankungen oder sehr starke Vitamin-Mangelerscheinungen, die zu einer Demenzerkrankung führen. In diesen Fällen handelt es sich um eine sogenannte sekundäre Demenz.

Die Therapie bei Alzheimer und Demenz

Die Vielfalt der Symptome und Formen der Demenz führen dazu, dass es nicht die eine bestimmte Behandlung bei Demenz gibt, sondern ein Repertoire an verschiedenen Therapiemöglichkeiten. Diese Optionen werden an die Bedürfnisse des Patienten beziehungsweise der Patientin angepasst. Auch Aspekte wie die soziale sowie finanzielle Situation fließen in die Erstellung des Behandlungsplans mit ein. Eine Besonderheit bei der Demenztherapie besteht darin, dass auch das Umfeld maßgeblich Teil daran hat, wie sich die Patienten und Patientinnen fühlen. Es handelt sich um eine sogenannte Milieutherapie, bei der die äußeren Umstände und die Reaktionen der Mitmenschen ebenfalls auf die Erkrankung fokussiert und dahingehend ausgerichtet werden. Sympathie und Geduld haben bei der Therapie einen hohen Stellenwert. Ebenfalls eine wichtige Basis stellen die richtige Ernährung und genügend Bewegung dar.

Zusätzlich zu diesem Grundrahmen der Therapie kommen häufig Trainingsübungen zum Einsatz, um die Gedächtnisleistung zu fördern. Des Weiteren stehen Musik-, Kunst-, Ergo-, Physio- sowie Verhaltenstherapien zur Auswahl, die je nach Patient:in in den Behandlungsplan eingeflochten werden können.

Einen großen Anteil hat auch die medikamentöse Therapie. Hierbei können verschiedene Wirkstoffe Anwendung finden. Häufig begrenzt sich die medikamentöse Therapie nicht nur auf ein bestimmtes Medikament, sondern es werden verschiedene Präparate gegen die einzelnen Symptome und Beschwerden eingesetzt. Dies birgt – vor allem bei einer fortgeschrittenen Demenz – das Risiko für unerwünschte Wechselwirkungen oder starke Nebenwirkungen.

Das Immunsystem und die Mikroimmuntherapie bei Alzheimer-Demenz

Wissenschaftliche Erkenntnisse haben gezeigt, dass das menschliche Immunsystem maßgeblich an der Gesundheit beteiligt ist. Im Umkehrschluss können sich Störungen in der immunitären Balance auf die unterschiedlichen Bereiche des Körpers negativ auswirken und Erkrankungen begünstigen. Auch die Alzheimer-Erkrankung und andere Demenzformen sind mit Störungen im Immunsystem verbunden. Normalerweise besteht im gesunden Zustand ein Gleichgewicht zwischen Eiweißablagerungen und deren Beseitigung durch Immunzellen im Gehirn. Neben der Verhinderung einer übermäßigen Proteinablagerung sorgen diese „Fresszellen“ (Mikrogliazellen) im Gehirn auch für eine Stimulation der Synapsenbildung und unterstützen somit die Gedächtnisleistung. Kommt es durch Störungen zu einer übermäßigen Produktion von Immunzellen, tritt in diesem Zusammenhang eine erhöhte Menge entzündlicher Zytokine auf. Ist es dem Körper nicht mehr möglich, die Balance zu halten, wirken diese Zytokine neurotoxisch und tragen zum Verfall der kognitiven Leistungsfähigkeit bei. Bei der Alzheimer-Erkrankung geht man davon aus, dass es zu einer altersbedingten Fehlfunktion der Mikrogliazellen kommt, die in einer erhöhten Entzündungsbereitschaft (Neuroinflammation) resultiert.

Die Mikroimmuntherapie (MIT) basiert auf der natürlichen Funktionsweise des Immunsystems und zielt darauf ab, immunitäre Dysbalancen sanft auszugleichen. Sie verwendet dabei dieselben Botenstoffe (Zytokine, Hormone, Wachstumsfaktoren), die auch der Körper zur internen Kommunikation bei einer Immunantwort freisetzt. Die Substanzen liegen in sehr geringen Dosierungen (low doses und ultra-low doses) vor. Damit entsprechen sie den physiologischen Konzentrationen oder sind sogar geringer als diese.

Wie genau wirkt die Mikroimmuntherapie?

Die Mikroimmuntherapie besitzt unterschiedliche Formeln für verschiedene Erkrankungen. So gibt es für Alzheimer und Demenz eine Formel, die sich ganz gezielt gegen das Fortschreiten dieser Krankheit richtet und Symptome wie Verwirrtheit, Unruhe und Aggression lindern kann. Darüber hinaus stehen Formeln gegen depressive Verstimmungen sowie gegen Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen zur Auswahl. Die Substanzen der MIT wirken sehr schonend auf den Körper ein und bewirken von innen heraus eine Rückführung zur natürlichen Balance der Immunreaktionen. Ein weiterer positiver Nebeneffekt: Oft können die sonstigen medikamentösen Therapiebestandteile reduziert werden, wodurch auch das Risiko für Wechselwirkungen sinkt. Die Mikroimmuntherapie selbst ist sehr gut mit anderen Therapien kombinierbar und setzt deren Wirksamkeit nicht herab – sie kann die Wirksamkeit sogar positiv unterstützen.

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Gehirn das nachdenkt

Vergesslichkeit vorbeugen und behandeln – gesund und fit im Alter

Wo habe ich die Brille abgelegt? War heute schon der Arzttermin? Was wollte ich noch einkaufen? Vergesslichkeit ist jedem Menschen bereits begegnet und man fragt sich oft, ob man Vergesslichkeit vorbeugen kann. Auch junge Leute vergessen Dinge, wenn sie zum Beispiel in Eile sind oder eine stressige Lebensphase durchlaufen. Wenn solche Momente, besonders bei älteren Patienten, immer häufiger vorkommen, kann durchaus eine Erkrankung wie beispielsweise Demenz oder ihre häufigste Krankheitsform Alzheimer dahinterstecken. Die Mikroimmuntherapie bei Vergesslichkeit möchte das Fortschreiten der Krankheit durch eine immunitäre Unterstützung aufhalten und so die Lebensqualität der Betroffenen langfristig verbessern.

Was ist Vergesslichkeit und wie äußert sie sich?

Vergesslichkeit kann sich unterschiedlich stark ausprägen. Erinnerungsschwierigkeiten wie das Behalten von Namen, Gesichtern oder Terminen sind dabei nichts Ungewöhnliches. Das komplette Vergessen von Erlebnissen oder Personen lässt hingegen schnell Sorgen aufkommen. Treten solche Ereignisse ein, bedeutet das jedoch nicht sofort, dass eine Erkrankung wie Demenz die Ursache ist. In einem gewissen Maß ist Vergesslichkeit etwas Normales, denn das Gehirn stellt ständig neue Verknüpfungen her oder überarbeitet Informationen. Auch Müdigkeit, Flüssigkeitsmangel, Stresssituationen oder bestimmte Erkrankungen können dafür sorgen, dass Menschen vergesslich werden. Stellen Patienten jedoch regelmäßig Störungen des Kurzzeitgedächtnisses, der Orientierung oder der Konzentration fest, sollten sie einen Arzt aufsuchen.

Leider kann eine Demenzerkrankung noch nicht vollständig geheilt, ihr Fortschreiten jedoch verlangsamt werden. Die Mikroimmuntherapie zielt deshalb darauf ab, den Verlauf der Erkrankung aufzuhalten. Da die Demenz besonders im Alter auftritt, nutzen viele jüngere Menschen die Mikroimmuntherapie bei Vergesslichkeit auch bereits als präventive Maßnahme.

Inwiefern unterscheiden sich Alzheimer und Demenz?

Wenn Patienten unter starker Vergesslichkeit leiden, wird schnell von Alzheimer und Demenz gesprochen, doch was genau charakterisiert diese Erkrankungen? Grundsätzlich wird bei der Demenz zwischen einer primären und sekundären Form unterschieden. Primäre Demenzen umfassen 90 Prozent der Demenzerkrankungen und haben ihren Ursprung im Gehirn. Beim Krankheitsverlauf werden die miteinander verbundenen Nervenzellen angegriffen und zerstört, wodurch der Informationsfluss gestört wird. In der Folge kann es zum Verlust geistiger, emotionaler und sozialer Fähigkeiten kommen. Vor allem das Gedächtnis, aber auch die Sprache und die Motorik können von den Veränderungen betroffen sein.

Da durch die immer bessere medizinische Versorgung und durch unterstützende Behandlungsmethoden der Altersdurchschnitt der Patienten steigt, hat auch die Zahl der Demenzpatienten in der Vergangenheit zugenommen. Formen der Demenz treten zum Beispiel bei der Lewy-Körperchen-Krankheit oder bei Morbus Parkinson auf.

Die sekundäre Demenz ist meist die Folge einer anderen Krankheit, wie einer Schilddrüsenerkrankung oder einer Depression. Doch auch externe Schäden am Kopf können die Entwicklung einer sekundären Demenz, beispielsweise durch ein Schädel-Hirn-Trauma, fördern.

Alzheimer bezeichnet eine besondere Art und zugleich die häufigste Erkrankungsform der Demenz. Der Krankheitsverlauf ist ähnlich: Die Nervenzellen in speziellen Arealen des Gehirns werden nach und nach abgetötet – das Vergessen setzt ein. Eine Ursache dafür ist ein Ungleichgewicht des Botenstoffs Glutamat sowie die vermehrten Ablagerungen von Eiweißzellen, den ,,Plaques“. Diese bestehen unter anderem aus Zytokinen, die ausgeschüttet werden, weil die sogenannten Fresszellen im Gehirn bei Alzheimer eine erhöhte Aktivität aufweisen. Die Mikroimmuntherapie setzt genau dort an.

Wie kann die Mikroimmuntherapie Vergesslichkeit vorbeugen und behandeln?

Die Mikroimmuntherapie bei Vergesslichkeit basiert auf den Erkenntnissen, die die Wissenschaft über Erkrankungen wie Alzheimer bereits gewinnen konnte. Bei der Behandlung werden Botenstoffe in unterschiedlich starker Verdünnung eingesetzt, die das Gehirn bei der Beseitigung der Plaques unterstützen sollen. Angeregt von diesen Botenstoffen kann auch die Entzündungsreaktion, die durch Zytokine ausgelöst wird, eingedämmt werden. Die Mikroimmuntherapie versucht auf diese Weise dazu beizutragen, das Ausbreiten der Erkrankung zu verlangsamen. Alzheimer-Patienten sind aufgrund der Symptome, wie Orientierungslosigkeit und Vergesslichkeit, mit dem Fortschritt der Erkrankung immer stärker auf Hilfe, Pflege und Betreuung angewiesen. Die Mikroimmuntherapie verfolgt daher bei der Behandlung auch das Ziel, den Betroffenen so lange wie möglich ein selbstständiges Leben zu erfüllen.

Vergesslichkeit vorbeugen: der Lebensstil kann entscheidend sein

Bei Erkrankungen wie Alzheimer spielen unter anderem genetische Faktoren eine wichtige Rolle, die nicht veränderbar sind. Da die Erkrankung noch nicht heilbar ist, ist es umso wichtiger, das verfügbare Wissen über die Prävention einer solchen Krankheit anzuwenden. So zeigt die aktuelle Forschung, dass Patienten durch ihre Lebensweise auch selbst etwas dazu beitragen können, der Vergesslichkeit vorzubeugen. Um das Gedächtnis fit zu halten, ist ein ausgewogener Lebensstil enorm wichtig. Schon eine gesunde Ernährung kann dem Vergessen entgegenwirken. Vor allem viel Obst und Gemüse, Lebensmittel mit Omega-3-Fettsäuren aber auch Grüner Tee sind besonders empfehlenswert. Während und nach stressigen Phasen sollte außerdem für ausreichend Entspannung gesorgt werden, doch auch die eigene körperliche Bewegung darf nicht zu kurz kommen. Regelmäßige soziale Kontakte oder geistig anspruchsvolle Hobbys wie Schach oder Tanzen können ebenfalls dabei helfen, das Gehirn fit zu halten.

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Bitte beachten Sie: Die getroffenen Aussagen zu Indikationen und Wirksamkeit beruhen auf den Erfahrungen der praktizierenden Mikroimmuntherapeuten.

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